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Chicago sightseeing (2)

Freitag, 02. September 2011

21. und 22. Juli

oben auf der Loop und unten zu Fuß

Loop – das ist einerseits der downtown-Bezirk von Chicago, andererseits bezeichnet das Wort – die Schleife – auch die rechteckige, mehrere Blöcke von downtown Chicago umschließende Stadt- bzw. U-Bahntrasse  im ersten Stock, die von allen Chicago-Metrolinien befahren wird. The Loop ist die perfekte Umsteigschiene, für Touristen – wie meinereinem – bietet das Fahren auf der loop ein abenteuerliches Schauvergnügen, im ersten Stock über den Straßen und doch weit vom Himmel, den die Hochhäuser (zer)kratzen. Abenteuerlich mutet auch die Konstruktion heute an – da ist nichts von Sicherheits- und Wartungsstegen, Schutzgeländern etc wie bei den adaptierten Stadtbahntrassen der Wiener Linien zu sehen.

Die Wagen rattern und quietschen und scheppern um die kleinradigen Kurven, dass einem sowohl beim Mitfahren oben als auch beim Hinaufschauen vom Gehsteig unten Angst und Bang werden könnte, hätte man nicht das erforderliche Gottvertrauen in die rostigen Tragwerke der Ingenieure.

Zu ebener Erd‘ ist’s – wie in den USA-Städten meistens – zu Fuß recht stressig; in Chicago auch noch dazu ziemlich laut. Vielleicht ist meine Lärmempfindung dem wochenlangen Radeln durch’s rurale, eher stille Amerika geschuldet, ist also quasi ein schockierendes Kontrastprogramm.

Zu ebener Erd‘ ist’s – wie in den USA-Städten meistens – zu Fuß recht stressig; in Chicago auch noch dazu ziemlich laut. Vielleicht ist meine Lärmempfindung dem wochenlangen Radeln durch’s rurale, eher stille Amerika geschuldet, ist also quasi ein schockierendes Kontrastprogramm.

Die oberirdischen, über dem Straßenniveau befindlichen Haltestellen – viele noch mit Holzbohlen als Bahnsteig – bieten dem Voyeur ungeahnte, weil gleichsam kugelförmige Rundblickmöglichkeiten. Die Bahn selbst fährt so knapp an den Fenstern in den Obergeschoßen vorbei, dass man den dahinter jausenden Menschen fast den burger zwischen den bun-Scheiben herausklauen könnte …

Kontraste – sie spießen sich immer wieder beim Versuch des Verstehens, des „Unter-einen-Hut-Bringen-Wollens“ – liegen auch in downtown Chicago engstens nebeneinander, oft nur um’s Hauseck herum, nicht nur als sichtbare Unterscheidung zwischen Zentrum, Vorstadt und Vorort.

Mit grellen, blendenden Blitzen, betäubendem Donnergrollen und heftigsten Regengüssen verabschiedet sich downtown Chicago von uns – am Fenster im 10. Stock stehend. Doch der Himmel wird schon wieder sauberblau beim Wegradeln am nächsten Morgen.

Mehr Bilder zu Chicago sightseeing im Album.

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