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Michigan (3) – und übern See

Freitag, 26. August 2011

zur Fähre

von St. Johns nach Grand Rapids
17. Juli 2011

Eiscreme-Läden und ein plötzlich erscheinender kleiner Mississippi-Dampfer waren – außer einer großen Justizstrafanstalt – die Überraschungen beim hügelauf-hügelab-Radeln durchs immer welliger werdende Michigan.

Das Café-Restraurant war zwar geschlossen, aber ein Fischer, der seine Angel unterhalb des kleinen Wasserfalls ausgeworfen hatte, zeigte mir den Trinkwasserhahn neben dem Gasthauseingang, etwa 30 chm über Gehsteigniveau. Dort stand auch eine Wasserschüssel für Hunde. Sehr freundlich.

Auf der Einfahrt nach Grand Rapids erhalten wir kurzfristig Begleitung von einer Gruppe der bicycle-speed-Fraktion – auf Pinarello- und TREK-Madone-Geräten. Sie wollen aber nicht mit meinem Edelbike tauschen und wünschen uns ‚was…. Die kleine Gasse, in der unser bevorzugtes Quartier liegt, verpassen wir und rollen den steilen Berg hinunter downtown Grand Rapids. So wird’s ein Holiday Inn.

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von Grand Rapids nach Muskegon (Ferry to Milwaukee)
18. Juli 2011

Ein Stück außerhalb von Grand Rapids lädt ein Family-Restaurant zu einem kräftigen Frühstück; beim Hinaufhieven meines Lastfahrrades springt der Sattel aus der seiner Halterung. Der Tag beginnt also mit einer Frühstücksreparatur, gerösteten Erdäpfeln, Rühreiern, Schinken, Paprika, Toast und den unvermeidlichen Smuckers-Tigelchen mit dem eingedickten Fruchtsaft und den make-believe-Marmeladebeschriftungen.

Ein großer Teil der Strecke kurz nach Walker ist der Musketawa Trail, eine zu einem Rad- und Wanderweg umgewandelte frühere Eisenbahntrasse. Das Auswendig-Lernen der Wegführung bis zum Beginn der trails hat sich gelohnt – ohne Verirrung erreichen wir den trail, eine rund 25 km lange Fahrt, immer flach und sehr oft in einem grünen Laubtunnel – allerdings oft beiderseits begleitet von Wassergräben. Jeder Halt ist ein Opfer an die Moskitos. Wildwechsel – hauptsächlich kleine Nager, Frösche und unzählige bunte Vögel – halten die Aufmerksamkeit beim Radeln auf Spannung. Dennoch war nicht zu verhindern, dass ein chipmunk in selbstmörderischem Hazard versucht hat, zwischen Vorder- und Hinterrad hindurchzuspringen.

Der Fährenfahrplan wird zum treibenden Stressfaktor, d.h. volle Tretkraft voraus! In Muskegon zieht sich die Zufahrt zur Anlegestelle noch ziemlich hin. Aber wir schaffen es, wie gewollt, eine Stunde vor Abfahrt dort zu sein. Heißgelaufen, verschwitzt, aber noch bei brauchbarem Atem, bestätigen wir, dass wir auch dieses Mal keine guns und andere explosives bei uns haben; auch nicht in den Fahrradpacktaschen. Dann rollen wir die Räder in den Schiffsbauch und vertäuen sie irgendwie an der Stahlwand.

Nach 2 1/2 Stunden Fahrzeit im unterkühlten Passagierraum der Lake Express Ferry und dem Wechsel der Zeitzone ist Michigan verlassen und Milwaukee, Wisconsin, erreicht.

Auf dem Weg in den Süden von Milwaukee schenkt mir ein auch vom bike-virus infizierter Fahrradhändler – er hat in seinem Laden unzählige alte Räder als Museumsschaustücke stehen – eine Menge Helm-Polster; außerdem erhalten wir endlich zwei bicycle-maps, die uns zumindest am Mississippi weiterhelfen sollten.

Die Fahrt zum Motel wird wieder zu einer Nachtpartie – erschwert durch Straßenbaustelle – road closed -, unklare Umleitungsschilder und massiven Verkehr. Die Geduldsfäden reißen.

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One Comment leave one →
  1. barbara bauer permalink
    Mittwoch, 31. August 2011 10:43

    Lieber Peter,
    wieder einmal liebe Grüße aus Wien, gut Radl!
    Babsi

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