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update 6: Idaho – Wüste, Prairie, Farmland

Donnerstag, 25. August 2011

von Idaho Falls, Idaho, nach Arco (19.August)
von Arco nach Carey (20. August)
von Carey nach Fairfield (21. August)
von Fairfield nach Mountain Home (22. August)
von Mountain Home nach Murphy (23. August)
von Murphy nach Ontario, Oregon (24. August)

Die Tagesetappen waren im wesentlichen von den Wasserstellen und der Möglichkeit, ein Zelt aufzustellen, bestimmt. Das implizierte einiges an Ausdauer und auch Geduld. In den Trinkflaschen war das Wasser schon nach etwa einer halben Stunde nicht „bacherlwarm“, sondern heiß. Die Luft selbst war auch völlig trocken – oben, in der High Prairie auf etwa 1.200 bis 1.500 m, also vor der Abfahrt nach Mountain Home, war es wenigstens nicht ganz so heiß wie dann im Becken des Snake River. Dreimal wurden wir von „Engeln“ gerettet, die uns unterwegs im absoluten Niemandsland Trinkwasser schenkten: Der Kontrollposten des Idaho National (Nuclear) Laboratory, ein Paar aus Nord-Californien, die uns bei einer Straßenausbuchtung noch lange vor Mountain Home mit großen Wasserflaschen zuwinkten, und ein LKW-Fahrer, der uns in der Gastwirtschaft in Grand View gesehen und uns danach in der Wüste auf dem Weg nach Murphy noch einmal getroffen hatte.

Drei Stops wegen Reifen-Patsch’n mitten in der schattenlosen Wüste stärken auch das Durchhaltevermögen. Gute Erfahrung! Die Buttes – noch immer wachsende Auffaltungen –  und die bizarren erstarrten Lavaströme, die die Wüste durchziehen, und die Versuche, bebaubares Land durch komplizierte, oft sehr aufwändige Bewässerungssysteme der Prairie und der Wüste – den Craters of the Moon – abzugewinnen, bringen einen immer wieder ins Staunen.

Übernachtungen im Community Park in Carey (natürlich mit nächtens aktiv wedender Sprinkleranlage) und auf dem Green des Court House – Bezirksgericht, county Owyhee – und der Sherriff-Station in Murphy,  waren die einzigen Möglichkeiten, diese langen, unbesiedelten Durststrecken zu überwinden.

Der Zahnreparaturtermin in Ontario, Oregon, trieb uns in einem Kraftakt noch rund 120 km bis zur Stadt. Idaho war damit verlassen. Die Wüstenei wird aber noch ein Stückchen weitergehen in Oregon – plus Berge.

update 6: Idaho – durch die Wüste, die Prairie, das Farmland

Datum Strecke (Seehöhe) km hm Hmax m Std min kmh MW kmh max Anmerkungen % Stg max miles
R-Tag

aktuelle SUMMEN 4.079,05 16.158,00
256 -4



2.397,89
1 Radlostag in ONTARIO, Oregon – Zahnreparatur
54 24 Aug Murphy (871)-Givens Hot Springs-Marsing-WilderParma-Fruitland-Ontario,OR (655) 118,78 441 867 6 13 19,1 43,4 sonnig, heiß, teilw. Gegenwind 9 70,99
53 23 Aug Mtn Home (951)-Grand View-Murphy (871) 95,54 444 1.008 5 51 16,3 46,9 schattenlos, Heiß, Wüste, konstant Gegenwind 7 56,75
52 22 Aug Fairfield (1545)-Hill City-Camas Reservoir-Mountain Home (951) 99,27 398 1.662 5 9 19,2 51,7 schattenlos, heiß, wasserlose 100km 10 58,89
51 21 Aug Carey (1461)-Picabo-Fairfield (1545) 74,84 226 1.549 3 45 19,9 59,1 sonnig, über-wiegend Rücken-, später böiger Seitenwind, 7 44,47
50 20 Aug Arco (1610)-Crater of the Moon – Carey (1461) 74,50 238 1.815 3 44 19,8 60,3 späte Abfahrt, sonnig, wechselnde Winde 11 44,14
49 19 Aug Idaho Falls (1434)-durch die Wüste Route 20- Arco KOA CG (1610) 113,53 466 1.687 6 45 16,8 36,7 sonnig, zunehmend stärkerer seitl, böiger Gegenwind, 2 Patschen Hannarad 6 67,62
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2 Kommentare leave one →
  1. Eva Fischer permalink
    Freitag, 02. September 2011 09:37

    Servus aus dem nicht mehr so heißen Wien. ich bewundere euer Durchhaltevermögen und hoffe, der Zahn ist wieder in Ordnung. Bin schon auf die Fotos aus dieser Gegend gespannt.
    Wisst ihr bereits, welcher Weg euch weiterführen wird?
    Alles Gute weiterhin.
    Eva

  2. Barbara Moser-Mercer permalink
    Sonntag, 28. August 2011 21:19

    Liebe Hanna, lieber Peter,

    ein Zahnarzt mitten im Niemandsland muss wohl eine einzigartige Erfahrung à la Norman Rockwell gewesen sein! Ich hoffe, der Zahn hat sich beruhigt! Auch bei uns ist die Quecksilbersäule auf 40 Grad gestiegen letzte Woche, da konnte ich auch nicht mehr im 6. Stock im Büro der Uni sein – brainfry nennt man das dann anstatt brainfreeze!
    Dass einem unterwegs das Wasser ausgeht habe ich mir so gar nicht vorstellen können, doch weiss ich von unseren eigenen Wüstenfahrten, dass wir immer mindestens 4-5 Gallonen Wasser im Kofferraum hatten, „just in case“, doch geht das natürlich auf dem Fahrrad nicht!

    Hab gerade mit der Mutti gesprochen und sie hat mir Eure neuesten Nachrichten (inklusive der Zahngeschichte) weitergeleitet und dass Ihr jetzt in Oregon gelandet seid.

    Könnte Ihr – sobald Ihr das im Blick habt – noch sagen, wann Ihr den Bus nach SFO nehmt?
    Müsst Ihr dazu die Räder schon abbauen?

    Lasst noch was von Euch hören, soweit Ihr Internet habt.

    Alles Liebe, Bärbel

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