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Ontario – very english (4)

Mittwoch, 13. Juli 2011

von Rodney nach Sombra, St.Claire River
12. Juli 2011

Nicht nur die Bildung von kleinen „Zentren“ – besser müsste man sie wohl „soziale Treffpunkte“ nennen – scheiterte entlang der Route, die wir hier radelten. Ein, vielleicht selbstironischer Kopf machte aus seinem Scheitern diese museale, so typisch amerikanische Ikone:

Der Konzentrationsprozess in der durchkapitalisierten Landwirtschaft bewirkte die sukzessive Reduktion der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die Kommassierung der Felder zu immer größeren Einheiten, die Ausdünnung der Bevölkerung, verhinderte die Bildung von sekündären und tertären Zentren und Ansiedlungen in diesen counties. Von den früheren, „Bauernhöfen“ existieren nur mehr wenige, bzw. sind nur mehr ab und an die verfallenden „barns“ – Scheunen und Schuppen – in der Landschaft  zu sehen; ebenfalls Zeugen einer vergangenen Zeit wie die museale Mechanikerwerkstatt.

An den Gemeindegrenzen stehen zwar noch die Schilder, die dem Fremden den Eintritt in die „township“ anzeigen – doch darf man sich hier meistens keine Siedlung, kein Dorf, nicht mal eine minimale Anhäufung von Häusern erwarten – auch kein Café, keine Bar, kein Wirtshaus. Außer den Schildern waren oft keinerlei Zeichen einer menschlichen Besiedlung zu sehen.Die Ausnahmen sind selten – dann gibt es dort aber auch mindestens eine Kirche; allerdings nur ausnahmsweise solche mit einem solch humorigen preacherman:

Polizei, Gendarmerie oder gar irgendein Sheriff taucht in den nur mehr auf der Landkarte existierenden Ortschaften auch nimmer auf – die gab’s wohl nur im (nach Europa exportierten) Kinofilm. Ob die Drohung der nachbarschaftlichen crime-watcher-Hilfe ernst genommen wird? Sie funktioniert nach dem „suspects-Theorem“. Aber, was oder wer ist überhaupt verdächtig und sollte beim aufmerksamen Bürger unverzüglich das Wählen des Not- oder Polizeirufs auslösen?

Wie wenig selbstverständlich das gemeinsame Benutzen der Fahrbahn von Auto, Motorrad und Fahrrad ist, wird immer dort bewiesen, wo die „share the road“-Schilder aufgestellt sind. Bei mir löst dieses Schild jedesmal einen Angst- und Aufmerksamkeitsschub aus: Die Stärkeren auf der Straße rechnen in Wirklichkeit damit, dass man ausweicht – ins grobsandige Schotterbett, das statt der asphaltierten „shoulder“ neben der weißen Fahrbahnmarkierung beginnt, ist das ein ziemlich wahrscheinlicher Sturz!

Es passierte glücklicherweise nie – ein zwei Ausritte verliefen sturzfrei. Bei Sonnenuntergang war der Campingplatz am Grenzfluss St.Claire River in Sombra erreicht. Zu kaufen gab’s aber gerade noch ein eisgekühltes Cola.

Mehr Bildchen zum Thema Ontario im Album oder diesen link importieren:

Friendshiptrail Niagara_2355
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